Manager-Checkliste für Solarprojekt, Wallbox und Förderlogik im Gebäudebetrieb

Zielbild festlegen: Welche Standorte, welche Zielkosten und welche CO2- sowie Autarkieziele gelten für das Objektportfolio? Zuständigkeiten klären (Facility, Einkauf, IT, Recht) und einen realistischen Zeitplan mit Meilensteinen definieren. Anforderungen aus Reise- und Mobilitätsprofilen (Dienstwagen, Poolfahrzeuge, Besucherverkehr) früh einbeziehen.

Ist-Daten beschaffen: Jahresstromprofile, Lastspitzen, Zählerkonzept, Netzanschlussleistung und vorhandene Unterverteilungen dokumentieren. Dach- und Fassadenflächen mit Verschattung, Statik-Hinweisen und Brandschutzauflagen erfassen. Parallel prüfen, ob energieeffiziente Fenster und Türen oder andere Maßnahmen den Bedarf verändern und damit die Auslegung beeinflussen.

PV-Planungstools auswählen: Mindestens zwei unabhängige Ertragsrechner nutzen und Annahmen (Neigung, Azimut, Temperaturverluste) transparent speichern. Für die Vorplanung ein einheitliches Datenblatt-Set festlegen, damit Angebote vergleichbar bleiben. Ergebnisse als Entscheidungsgrundlage auf Portfolioebene konsolidieren, statt nur Einzelobjekte zu optimieren.

Förderlogik strukturieren: Förderprogramme nach Ebene (Bund, Land, Kommune, Netzbetreiber) in einer Tabelle mit Fristen, technischen Mindestkriterien und Nachweispflichten führen. Eine Compliance-Spalte ergänzen, damit Doppelförderungen oder Ausschlüsse früh auffallen. Dokumentieren, welche Unterlagen wann benötigt werden, damit Projektstart und Antragstellung sauber getaktet sind.

Wallbox-Integration planen: Lademanagement-Anforderungen (Lastmanagement, Nutzergruppen, Abrechnung) in einer kurzen Funktionsliste beschreiben. Netzanschluss und Gebäudeelektrik auf Reserven prüfen und ein Stufenkonzept definieren, das Erweiterungen ohne Neuverkabelung ermöglicht. Schnittstellen zur Fuhrparkverwaltung und zur Reisekostenpraxis berücksichtigen, ohne personenbezogene Daten unnötig zu verarbeiten.

Batteriespeicher bewerten: Use-Cases trennen (Eigenverbrauch, Peak-Shaving, Notstromfähigkeit) und je Objekt priorisieren. Wirtschaftlichkeitsrechnung mit konservativen Parametern aufsetzen und Sensitivitäten für Strompreis, Zyklen und Wartung ausweisen. Sicherheits- und Aufstellbedingungen (Brandschutz, Platzbedarf, Belüftung) als harte Kriterien behandeln.

Beschaffung und Verträge steuern: Leistungsbeschreibung so formulieren, dass Planung, Installation, Inbetriebnahme, Monitoring und Dokumentation eindeutig abgegrenzt sind. Gewährleistung, Verfügbarkeitsziele für Monitoring und Reaktionszeiten bei Störungen als messbare Punkte aufnehmen. Datenschutz für kleine Unternehmen bzw. eigene Organisation prüfen, wenn Portale, Apps oder Cloud-Monitoring eingesetzt werden.

Rechtliche Standardfragen in eine Kurzprüfung überführen: Für Erbrecht und Unternehmensnachfolge relevante Eigentums- und Nutzungsrechte am Gebäude sowie Vollmachten und Zuständigkeiten intern klären. Für Arbeitsrechtliche Erstberatung die Arbeitssicherheit, Qualifikationen externer Kräfte und Zutrittsregelungen dokumentieren. Bei Verkehrsunfällen rund um Baustellenlogistik oder Dienstfahrzeuge eine Prozesskette zur Rechtsberatung festlegen, ohne Einzelfallzusagen zu machen.

Bau- und Modernisierungsabhängigkeiten koordinieren: Wenn eine Küchenmodernisierung Schritt für Schritt oder andere Innenausbauten parallel laufen, Termin- und Staubschutzkonzepte abstimmen. Nachhaltige Baustoffe vergleichen und Freigabelisten pflegen, damit Nachträge reduziert werden. Schnittstellen zwischen Dacharbeiten, Gerüst, Elektro und Innengewerken in einem Konfliktplan vorab durchspielen.

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